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Hausbesichtigung: Worauf achten? Die ultimative Checkliste vom Architekten

  • Autorenbild: Martin Bonauer
    Martin Bonauer
  • 29. März
  • 11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Apr.



Letzten Oktober stand eine junge Familie vor den Trümmern ihres Wohnglücks, als sie drei Monate nach dem Kauf eine versteckte Schimmelbildung im Dachstock entdeckte, deren Sanierung 38.400 Euro verschlang. Solche Horrorszenarien sind leider kein Einzelfall, wenn die erste Euphorie den Blick für das Wesentliche trübt und die entscheidende Frage „Hausbesichtigung: worauf achten?“ im Besichtigungsstress untergeht. Sie kennen das sicher: Der Makler drängt, andere Interessenten warten schon und man hat kaum 20 Minuten Zeit, um eine Entscheidung für das ganze Leben zu treffen. Es ist völlig verständlich, dass Sie Angst vor versteckten Kosten haben oder sich bei der Beurteilung der Bausubstanz unsicher fühlen.

Ich möchte, dass Ihnen das nicht passiert. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, wie Sie mit dem geschulten Auge eines Architekten hinter die Fassade blicken und teure Fehlentscheidungen vermeiden. Ich teile meine Erfahrung aus über 30 Jahren Baualltag mit Ihnen, damit Sie den wahren Zustand einer Immobilie objektiv bewerten können. Wir gehen gemeinsam eine glasklare Liste mit Prüfpunkten durch, die Ihnen absolute Sicherheit für die Preisverhandlung gibt und das echte Renovierungspotenzial Ihres potenziellen neuen Zuhauses offenlegt.



Wichtigste Erkenntnisse

  • Lernen Sie, warum der erste Eindruck oft täuscht und wie Sie sich durch Home Staging nicht von echten Mängeln ablenken lassen.

  • Erfahren Sie bei der Hausbesichtigung, worauf zu achten ist, um die Bausubstanz wie ein Architekt zu prüfen und kritische Risse von harmlosen Setzrissen zu unterscheiden.

  • Decken Sie versteckte Kostenfallen in der Haustechnik auf, indem Sie Heizungssysteme und Elektroinstallationen auf ihre Zukunftsfähigkeit prüfen.

  • Nutzen Sie die Checkliste für gezielte Fragen an den Verkäufer, um die wahre Historie der Liegenschaft und mögliche Lärmquellen im Umfeld zu entlarven.

  • Erhalten Sie wertvolle Tipps zur Grobschätzung von Sanierungskosten, damit Sie Ihr Budget nach dem Kauf von Anfang an realistisch planen können.


Inhaltsverzeichnis Hausbesichtigung: Warum der erste Eindruck oft täuscht Die Bausubstanz prüfen: Worauf Sie beim Gebäude achten müssen Technik und Innenausbau: Die unsichtbaren Kostenfaktoren Fragen bei der Hausbesichtigung: Ihre Checkliste für den Termin Nach der Besichtigung: Potenzial und Budget richtig bewerten



Hausbesichtigung: Warum der erste Eindruck oft täuscht

Sie betreten das Haus, es duftet nach frischem Kaffee und die Räume wirken durch gezieltes Lichtdesign einladend. Das ist kein Zufall. Professionelles Home Staging steigert den Verkaufspreis statistisch um bis zu 15 Prozent. Doch Vorsicht ist geboten. Schöne Möbel und frische Farbe verdecken oft gravierende Mängel wie Setzrisse oder Feuchtigkeitsschäden im Keller. Ich erlebe in meinem Baualltag seit 1994 immer wieder, dass Kaufinteressenten sich von der Optik blenden lassen. Bei einer Hausbesichtigung worauf achten? Diese Frage entscheidet darüber, ob Ihr Traumhaus zur finanziellen Last wird.

Ein Makler verfolgt primär das Ziel des Verkaufs. Seine Beschreibungen klingen blumig, während die tatsächliche Bausubstanz oft eine andere Sprache spricht. Während der Verkäufer von "Charme" redet, sehe ich als Architekt sanierungsbedürftige Leitungen aus den 1970er Jahren. Eine strukturierte Herangehensweise schützt Sie vor teuren Fehlgriffen. Ohne eine klare Liste übersehen Sie in der emotionalen Aufregung Details, die später Kosten im fünfstelligen Bereich verursachen können.


Die psychologische Komponente beim Hauskauf

Kaufentscheidungen fallen oft innerhalb der ersten 90 Sekunden. Um diesen Impuls zu kontrollieren, benötigen Sie objektive Kriterien. Besichtigen Sie die Immobilie unbedingt zu unterschiedlichen Zeiten. Ein Termin um 10:00 Uhr zeigt Ihnen den Lichteinfall, während ein Besuch um 17:00 Uhr die tatsächliche Lärmbelastung durch den Berufsverkehr offenbart. Nehmen Sie eine neutrale Begleitperson mit. Jemand, der nicht einziehen wird, sieht den feuchten Fleck hinter dem Schrank eher als Sie selbst. Ich begleite Sie persönlich, um genau diese blinden Flecken aufzudecken.


Wichtige Dokumente vor dem Termin prüfen

Bevor Sie das Grundstück betreten, sollten die Fakten auf dem Tisch liegen. Der Grundbuchauszug verrät Ihnen, ob Wegerechte Dritter oder Hypotheken bestehen, die Ihren Spielraum einschränken. Fordern Sie den Gebäudeenergieausweis (GEAK) an. Ein Haus der Effizienzklasse G verursacht im Vergleich zu Klasse B oft zusätzliche Sanierungskosten von über 150.000 Franken innerhalb der ersten zehn Jahre. Bei Stockwerkeigentum sind die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen Pflicht. Hier stehen die echten Probleme: Stehen teure Dachsanierungen an? Gibt es Streit in der Gemeinschaft? Diese Dokumente sind das Fundament für Ihre Entscheidung bei der Hausbesichtigung worauf achten entscheidend ist.

  • Grundbuchauszug: Prüfen Sie Dienstbarkeiten und Vormerkungen.

  • GEAK: Analysieren Sie den energetischen Zustand für die Budgetplanung.

  • Sanierungshistorie: Lassen Sie sich Belege für Erneuerungen der letzten 20 Jahre zeigen.



Die Bausubstanz prüfen: Worauf Sie beim Gebäude achten müssen

Die Bausubstanz bildet das Skelett Ihrer Immobilie. Bei der Frage "Hausbesichtigung worauf achten" steht die solide Basis an erster Stelle. Oberflächliche Mängel lassen sich mit etwas Farbe beheben; strukturelle Schäden hingegen kosten Zehntausende Euro. Achten Sie zuerst auf das Mauerwerk. Kleine Haarrisse unter 0,2 Millimetern sind oft nur ein optisches Problem im Putz. Gefährlich wird es bei diagonal verlaufenden Rissen oder Spalten, die breiter als 2 Millimeter sind. Diese deuten auf Setzungen im Erdreich hin, die seit dem Baujahr 1960 oder früher unentdeckt geblieben sein könnten.

Fenster und Türen sind die Schwachstellen der thermischen Hülle. Ein Fenster aus dem Jahr 1995 hat meist einen U-Wert von etwa 1,3 bis 1,7. Moderne Dreifachverglasungen liegen heute bei 0,7. Machen Sie den einfachen Papiertest: Klemmen Sie ein Blatt Papier in den Rahmen. Lässt es sich bei geschlossenem Fenster leicht herausziehen, ist die Dichtung spröde. Das sorgt für Zugluft und treibt die Heizkosten um bis zu 15 Prozent nach oben.


Keller und Feuchtigkeit: Die architektonische Sicht

Ein feuchter Keller ist der grösste Feind der Bausubstanz. Riecht es beim Betreten muffig oder modrig? Das ist ein Alarmsignal. In Häusern vor 1950 fehlt oft die Horizontalsperre im Mauerwerk. Suchen Sie nach weissen Ausblühungen an den Wänden. Das ist kein Schimmel, sondern Salpeter, der durch verdunstendes Wasser entsteht. Wenn die Feuchtigkeit bereits 50 Zentimeter über dem Boden steht, droht eine teure Sanierung. Eine professionelle Mauertrockenlegung kostet je nach Verfahren zwischen 300 und 600 Euro pro laufendem Meter. Solche Mängel sind oft ein K.O.-Kriterium für den Kauf.


Dach und energetischer Zustand

Der Blick in den Dachstuhl verrät viel über die Pflege der letzten 30 Jahre. Prüfen Sie die Holzbalken auf kleine Löcher oder Mehlstaub; das deutet auf aktiven Schädlingsbefall hin. Eine Dachdeckung hält im Schnitt 40 bis 50 Jahre. Sind die Ziegel porös oder die Dachrinnen aus Kupfer bereits grünlich zerfressen, steht ein Austausch an.

Wichtig für Ihre Zukunftsplanung:

  • Isolierung: Ist eine Zwischensparrendämmung vorhanden oder blicken Sie direkt auf die Ziegel?

  • Solarpotenzial: Eine nach Süden ausgerichtete Fläche von 60 Quadratmetern deckt heute problemlos den Strombedarf einer Familie.

  • Zustand: Achten Sie auf feuchte Stellen an den Kaminen; hier entstehen oft die ersten Lecks.

Falls Sie bei der Beurteilung der Statik oder der Dämmwerte unsicher sind, helfe ich Ihnen mit meiner langjährigen Baukompetenz gerne dabei, das Risiko richtig einzuschätzen. So vermeiden Sie böse Überraschungen nach der Schlüsselübergabe.

Hausbesichtigung worauf achten

Technik und Innenausbau: Die unsichtbaren Kostenfaktoren

Hinter frisch gestrichenen Wänden verbergen sich oft die grössten finanziellen Risiken für Käufer. Bei einer Hausbesichtigung worauf achten? Schauen Sie zuerst auf die Jahreszahlen der technischen Anlagen. Eine Heizung, die älter als 30 Jahre ist, unterliegt laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2024 meist einer Austauschpflicht. Das kostet Sie bei einem Einfamilienhaus schnell 25.000 Euro oder mehr. Auch die Elektrik ist ein kritischer Punkt. Häuser aus den 1970er Jahren besitzen oft noch zweiadrige Leitungen ohne FI-Schutzschalter. Eine komplette Sanierung der Elektrik inklusive neuem Sicherungskasten schlägt heute mit etwa 12.000 bis 18.000 Euro zu Buche.

Besondere Vorsicht gilt bei Schadstoffen in der Bausubstanz. Bis zum Verbot im Jahr 1993 wurde Asbest häufig in Fliesenklebern, Bodenbelägen und Fassadenplatten verbaut. Entdecken Sie im Keller alte Rohrisolierungen mit einer gipsartigen Oberfläche, ist fachmännischer Rat gefragt. Diese Altlasten zu entfernen, erfordert zertifizierte Fachbetriebe und treibt die Umbaukosten massiv in die Höhe. Achten Sie zudem auf die Wasserleitungen. Verzinkte Stahlrohre sind nach 40 Jahren oft zugesetzt oder durch Korrosion gefährdet. Ich prüfe solche Details seit 1994 genau, um böse Überraschungen nach dem Kauf zu vermeiden.


Heizung und Haustechnik im Check

Prüfen Sie das Serviceheft der Heizungsanlage direkt vor Ort. Wurde sie jährlich gewartet? Ein Aufkleber mit dem Datum der letzten Prüfung gibt Aufschluss über den Pflegezustand. Falls eine Wärmepumpe geplant ist, müssen die Heizflächen gross genug sein. Alte Radiatoren benötigen hohe Vorlauftemperaturen von 60 Grad oder mehr, was die Effizienz senkt. Eine Fussbodenheizung ist hier klar im Vorteil. Fragen Sie auch nach der Warmwasseraufbereitung. Dezentrale Elektro-Boiler sind im Betrieb etwa dreimal so teuer wie eine zentrale Lösung über die Heizungsanlage.


Innenausbau und Raumklima

Benutzen Sie konsequent die Nase: Ein muffiger Geruch deutet oft auf versteckte Feuchtigkeit hin. Nutzen Sie ein einfaches Messgerät: Eine Wandfeuchtigkeit über 15 Prozent signalisiert akuten Handlungsbedarf. Testen Sie die Akustik, indem eine Person im Obergeschoss geht, während Sie unten zuhören. Fehlender Trittschallschutz in Häusern der Baujahre 1960 bis 1980 mindert die Wohnqualität erheblich. Achten Sie in Bad und Küche auf die Silikonfugen. Schwarze Punkte sind kein rein optischer Mangel, sondern ein deutlicher Hinweis auf Wärmebrücken in der Konstruktion.



Fragen bei der Hausbesichtigung: Ihre Checkliste für den Termin

Eine Immobilienbesichtigung ist weit mehr als ein blosser Rundgang durch schöne Zimmer. Es ist Ihre Chance, hinter die Fassade zu blicken. Ich erlebe in meinem Baualltag oft, dass Kaufinteressenten sich von frischer Farbe blenden lassen. Dabei entscheiden oft die harten Fakten über den langfristigen Werterhalt. Wenn Sie eine Hausbesichtigung machen, steht die Recherche vor Ort an erster Stelle. Ich begleite Sie persönlich dabei, die richtigen Fragen zu stellen, damit Sie keine teuren Überraschungen erleben.


Strategische Fragen an Verkäufer oder Makler

Gehen Sie gezielt vor. Fragen Sie direkt nach dem Verkaufsgrund. Ein berufsbedingter Umzug ist unkritisch; ein schwelender Nachbarschaftsstreit hingegen ein Warnsignal. Haken Sie bei den Sanierungen nach. "Wann wurden die letzten grossen Investitionen getätigt?" reicht nicht aus. Verlangen Sie Jahreszahlen. Wurde die Heizung 2018 ersetzt oder stammt sie noch aus dem Jahr 1998? Fragen Sie explizit nach Mängeln, die nicht im Exposé stehen. Verkäufer sind zur Wahrheit verpflichtet, wenn Sie direkt danach fragen. Nutzen Sie meine Baukompetenz seit 1994, um solche Antworten technisch einzuordnen.

  • Verkaufsgrund: Warum trennt sich der Eigentümer genau jetzt von der Liegenschaft?

  • Sanierungshistorie: Liegen Rechnungen für Dach, Fenster oder Leitungen aus den letzten 10 Jahren vor?

  • Versteckte Mängel: Gab es in der Vergangenheit Wasserschäden oder Schimmelbefall im Keller?


Das Umfeld unter der Lupe

Die Lage entscheidet über den Wiederverkaufswert. In der Nordwestschweiz, beispielsweise in den Kantonen Basel-Landschaft oder Aargau, variiert die Lärmbelastung stark. Prüfen Sie die Flugschneisen oder die Frequenz der S-Bahn. Besuchen Sie das Grundstück zu Stosszeiten, etwa um 17:15 Uhr, um den tatsächlichen Strassenlärm zu hören. Achten Sie auf die Himmelsrichtung. Ein Nordgarten liegt im Oktober ab 15:00 Uhr komplett im Schatten. Das beeinflusst nicht nur Ihre Lebensqualität, sondern auch Ihre Heizkosten.

Ein Blick in den Zonenplan ist unverzichtbar. Prüfen Sie, ob auf dem unbebauten Nachbargrundstück für 2026 ein Mehrfamilienhaus geplant ist. Solche Projekte verändern die Besonnung und Privatsphäre massiv. Achten Sie zudem auf Dienstbarkeiten im Grundbuchauszug. Ein eingetragenes Wegrecht für den Nachbarn kann Ihre Nutzung des Gartens einschränken. Ich unterstütze Sie dabei, diese rechtlichen und planerischen Details zu verstehen, bevor Sie den Vorvertrag unterschreiben.

Möchten Sie sichergehen, dass Sie beim Hauskauf nichts übersehen? Ich biete Ihnen eine unabhängige und fachlich fundierte Kaufbegleitung für Ihre Immobilie an.



Nach der Besichtigung: Potenzial und Budget richtig bewerten

Die Haustür fällt ins Schloss. Der erste Eindruck sitzt. Jetzt beginnt die Phase, in der kühle Rechner gefragt sind. Viele Kaufinteressenten fragen sich nach der ersten Hausbesichtigung: Worauf achten wir bei der finalen Bewertung? Zuerst trennen wir die Emotionen von der harten Bausubstanz. Ich helfe Ihnen dabei, eine strikte Prioritätenliste zu erstellen. Es gibt Arbeiten, die keinen Aufschub dulden. Ein feuchter Keller oder ein marodes Dach gefährden den Wert sofort. Andere Wünsche, wie das neue Parkett, gehören in die Kategorie Option.

Das Umbaupotenzial ist oft der entscheidende Faktor für einen Kauf. Als Architekt analysiere ich die Statik mit geschultem Auge. Eine 10 bis 12 Zentimeter dünne Trennwand lässt sich meist problemlos entfernen. Bei massiven Tragwänden von 25 Zentimetern oder mehr ist Vorsicht geboten. Hier sind oft teure Stahlträger nötig. Diese statischen Fakten bestimmen, ob Ihre Vision vom offenen Wohnen wirtschaftlich sinnvoll ist oder das Budget sprengt.


Sanierungsstau vs. Modernisierungswunsch

Trennen Sie notwendige Instandsetzungen klar von optischen Upgrades. Ein veralteter Sicherungskasten ist ein Sicherheitsrisiko und gehört zum Sanierungsstau. Die neue Hochglanzküche ist reiner Luxus. Planen Sie Ihr Budget inklusive aller Kaufnebenkosten wie Notar und Handänderungssteuern präzise. Wichtig: Kalkulieren Sie eine Sicherheitsreserve von 12 bis 15 Prozent ein. Überraschungen im Altbau sind die Regel, nicht die Ausnahme. Seit 1994 sehe ich im Baualltag immer wieder, dass erst beim Rückbau die wahren Herausforderungen sichtbar werden.


Persönliche Begleitung durch Martin Bonauer

Ich begleite Sie persönlich bei diesem grossen Schritt. Meine Beratung ist ehrlich, regional und ohne Maklerprovision. Während ein Makler den Verkauf forcieren möchte, stehe ich als unabhängiger Experte auf Ihrer Seite. Ich nutze mein Architekturwissen, um den wahren Wert der Immobilie zu ermitteln. Eine unabhängige Zweitbesichtigung mit mir schützt Sie vor emotionalen Fehlentscheidungen. Wir prüfen die Substanz gemeinsam auf Herz und Nieren. Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Wunschimmobilie prüfen und Sicherheit für Ihre Investition gewinnen.



Ihr nächster Schritt zum Eigenheim ohne böse Überraschungen

Ein Hauskauf ist meist die grösste Investition Ihres Lebens. Lassen Sie sich deshalb nicht von einer frisch gestrichenen Fassade oder geschicktem Homestaging blenden. Konzentrieren Sie sich bei der Begehung konsequent auf die harte Bausubstanz und die oft vernachlässigte Haustechnik. Diese Faktoren entscheiden darüber, ob Ihr Finanzplan stabil bleibt oder durch hohe Sanierungskosten nach dem Einzug ins Wanken gerät. Wer genau weiss, worau man bei der Hausbesichtigung achten muss, identifiziert kritische Schwachstellen bereits beim ersten Termin und verhandelt auf Augenhöhe. Seit 1994 bringe ich meine gesamte Baukompetenz ein, um Käufer vor kostspieligen Fehlentscheidungen zu bewahren. In der gesamten Nordwestschweiz stehe ich für eine Beratung, die ehrlich, regional und garantiert ohne Maklerprovision erfolgt.

Gehen Sie beim Immobilienkauf keine unnötigen Risiken ein. Profitieren Sie von meiner jahrzehntelangen Erfahrung im Baualltag und sichern Sie sich eine unabhängige Zweitmeinung, bevor Sie den Vertrag unterschreiben. Jetzt persönliche Beratung für Ihren Hauskauf anfragen und mit echter Gewissheit in Ihre Zukunft investieren. Ich begleite Sie persönlich und sorge dafür, dass Ihr Wohntraum auf einem soliden Fundament steht. Packen wir es gemeinsam an.



Häufig gestellte Fragen zur Hausbesichtigung


Darf ich bei einer Hausbesichtigung Fotos machen?

Sie dürfen Fotos machen, sofern der Eigentümer oder Makler Ihnen vorab die ausdrückliche Erlaubnis dazu erteilt. Da es sich um Privateigentum handelt, greift hier das Hausrecht und der Schutz der Privatsphäre der aktuellen Bewohner. In etwa 95 % der Fälle ist das Fotografieren für private Zwecke nach kurzer Rücksprache kein Problem. Nutzen Sie die Aufnahmen später, um Details in Ruhe mit Ihrer Checkliste abzugleichen. Achten Sie jedoch darauf, keine persönlichen Gegenstände oder Fotos der Bewohner abzulichten.


Wie lange dauert eine seriöse Hausbesichtigung im Durchschnitt?

Planen Sie für eine seriöse Besichtigung eine Zeitspanne zwischen 45 und 90 Minuten ein. Ein Schnelldurchlauf in 15 Minuten reicht keinesfalls aus, um die Bausubstanz fundiert unter die Lupe zu nehmen. Bei einem Objekt mit 140 Quadratmetern Wohnfläche sollten Sie allein für den Keller und den Dachstuhl etwa 20 Minuten reservieren. Nehmen Sie sich die Zeit, jeden Raum gründlich zu scannen. Nur so entdecken Sie versteckte Mängel hinter Schränken oder unter Teppichen.


Sollte ich beim ersten Termin schon einen Experten mitnehmen?

Beim ersten Termin ist ein Experte meist noch nicht zwingend erforderlich, da Sie zunächst ein Gefühl für die Immobilie und die Lage entwickeln müssen. Spätestens beim zweiten Termin ist die Begleitung durch einen Architekten oder Bausachverständigen jedoch unverzichtbar. Statistisch gesehen übersehen Laien oft Mängel, die Sanierungskosten von über 20.000 Euro nach sich ziehen. Ich begleite Sie gerne persönlich, um solche finanziellen Risiken von Anfang an auszuschließen.


Was sind die absoluten Red Flags bei einer Hausbesichtigung?

Ein muffiger Geruch im Keller und Wände mit einer gemessenen Feuchtigkeit von über 80 % sind sofortige Warnsignale. Auch Risse im Mauerwerk, die breiter als 2 Millimeter verlaufen, deuten oft auf statische Probleme hin. Achten Sie auf Stockflecken hinter Möbeln oder frisch gestrichene Stellen, die Feuchtigkeitsschäden kaschieren könnten. Wenn die Heizungsanlage älter als 30 Jahre ist, schreibt das Gebäudeenergiegesetz 2024 meist einen Austausch vor. Das kostet Sie schnell 15.000 Euro oder mehr.


Wie erkenne ich, ob ein Riss in der Wand gefährlich ist?

Gefährliche Risse verlaufen meist diagonal oder horizontal und weisen eine Breite von mehr als 3 Millimetern auf. Während feine Haarrisse im Putz oft nur optische Mängel darstellen, gefährden tiefe Setzungsrisse unter Umständen die gesamte Statik. Beobachten Sie genau, ob der Riss durch die Fugen oder direkt durch die Steine verläuft. Ein einfacher Test mit einer Gipsmarke zeigt Ihnen über einen Zeitraum von 6 Monaten, ob der Riss noch arbeitet. Im Zweifel nutze ich mein Fachwissen, um die Gefahr exakt zu bewerten.


Welche Unterlagen muss der Verkäufer zwingend vorlegen?

Der Verkäufer muss Ihnen spätestens beim Termin den Energieausweis zeigen, da sonst Bußgelder bis zu 15.000 Euro drohen können. Ebenfalls wichtig sind ein aktueller Grundbuchauszug, die Flurkarte und die Grundrisse im Maßstab 1:100. Prüfen Sie bei Eigentumswohnungen zusätzlich die Protokolle der letzten 3 Eigentümerversammlungen. Diese Dokumente geben Aufschluss über anstehende Sanierungen und die Höhe der Instandhaltungsrücklage. Ohne diese Papiere ist eine sichere Kaufentscheidung schlichtweg unmöglich.


Kann ich den Preis nach der Besichtigung noch verhandeln?

Preisverhandlungen sind absolut üblich, sofern Sie sachliche Argumente wie konkret ermittelte Sanierungskosten vorbringen. Ein sanierungsbedürftiges Dach oder veraltete Elektrik rechtfertigt einen fairen Preisnachlass. In der aktuellen Marktlage des Jahres 2024 erzielen Käufer oft Abschläge zwischen 5 % und 10 % des ursprünglichen Angebotspreises. Nutzen Sie meine fachliche Einschätzung der Mängel als Hebel für Ihre Verhandlung. Ein ehrliches Gespräch führt hier fast immer zum Ziel.


Worauf muss ich bei älteren Häusern (vor 1990) besonders achten?

Bei Häusern mit Baujahr vor 1990 stehen mögliche Schadstoffe wie Asbest und die energetische Sanierung im Fokus. Oft sind die Fenster noch zweifach verglast und weisen U-Werte über 2,5 auf, was Ihre Heizkosten massiv in die Höhe treibt. Prüfen Sie die Elektrik genau, da Leitungen aus den 1970er Jahren häufig keinen modernen FI-Schutzschalter besitzen. Auch Bleirohre in der Wasserversorgung kamen bis etwa 1973 zum Einsatz und müssen zwingend ersetzt werden. Meine Baukompetenz hilft Ihnen, diese versteckten Kostenstellen rechtzeitig zu identifizieren.

 
 
 

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