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Haus verkaufen privat: Der Experten-Leitfaden für die Schweiz 2026

  • Autorenbild: Martin Bonauer
    Martin Bonauer
  • 28. Jan.
  • 10 Min. Lesezeit
Ein Paar schaut im Garten ihres Einfamilienhauses lächelnd auf ein Tablet.

Zehntausende Franken an Maklerprovision sparen und die volle Kontrolle behalten? Der Gedanke, das eigene Haus privat zu verkaufen, ist für viele Eigentümer in der Schweiz verlockend. Doch oft folgen darauf Unsicherheit und Sorgen: Ist der Preis, den ich mir vorstelle, realistisch? Welche Dokumente sind wirklich nötig und wo bekomme ich sie her? Und wie verhandle ich geschickt, ohne am Ende übervorteilt zu werden? Diese Fragen können schnell entmutigend wirken und den Traum vom maximalen Gewinn gefährden.


Ich kann Sie beruhigen: Mit der richtigen Anleitung ist der Privatverkauf kein Hexenwerk. In diesem umfassenden Leitfaden für die Schweiz 2026 begleite ich Sie persönlich und Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess. Als Bau-Experte gebe ich Ihnen ehrliche, praxiserprobte Tipps, die weit über das übliche Maklerwissen hinausgehen. Sie lernen, wie Sie teure Fehler vermeiden, rechtlich absolut sicher agieren und souverän den bestmöglichen Preis für Ihr Zuhause erzielen. Für einen Verkauf, bei dem Sie sich kompetent fühlen und am Ende mehr für sich behalten.



Die Entscheidung: Privatverkauf vs. Makler – Eine ehrliche Abwägung

Sie stehen vor einer grossen Entscheidung: Sollten Sie Ihr Haus privat verkaufen oder einen Makler beauftragen? Die Hauptmotivation für viele Eigentümer ist klar: die Einsparung der Maklerprovision. In der Schweiz beträgt diese oft 2-3 % des Verkaufspreises – eine beträchtliche Summe, die Sie lieber in Ihr nächstes Projekt investieren würden. Doch der Weg, ein Haus verkaufen privat zu wollen, ist nicht ohne Hürden. Eine ehrliche und sachliche Abwägung ist deshalb der erste und wichtigste Schritt zum Erfolg.

Ein Privatverkauf ist besonders dann sinnvoll, wenn die Marktlage günstig ist (hohe Nachfrage), Ihre Immobilie einem gängigen Standard entspricht und Sie persönlich die nötige Zeit und Ruhe mitbringen, den Prozess zu steuern. Die Risiken sollten Sie jedoch nicht unterschätzen: Ein falsch angesetzter Preis, rechtliche Fehler oder der hohe Zeitaufwand können den finanziellen Vorteil schnell zunichtemachen.


Vorteile des privaten Hausverkaufs

  • Enorme Kostenersparnis: Der offensichtlichste Pluspunkt. Sie sparen die gesamte Maklercourtage. Bei einem Verkaufspreis von CHF 1'200'000 sind das schnell CHF 24'000 bis CHF 36'000, die Ihnen zur Verfügung stehen.

  • Volle Kontrolle: Sie sind der Kapitän. Sie bestimmen den Angebotspreis, die Verkaufsstrategie, die Besichtigungstermine und das Tempo des gesamten Prozesses – ehrlich und direkt.

  • Persönlicher Kontakt: Sie lernen die potenziellen Käufer persönlich kennen. Das schafft Vertrauen und gibt Ihnen ein direktes Gefühl dafür, wem Sie Ihr über Jahre geliebtes Zuhause anvertrauen.


Nachteile und wann Sie vorsichtig sein sollten

  • Emotionale Bindung: Ihr Zuhause ist voller Erinnerungen. Diese enge Verbindung kann den Blick auf einen realistischen Marktpreis trüben und sachliche Verhandlungen erschweren.

  • Fehlende Expertise: Der komplexe Prozess eines Immobilienverkaufs umfasst rechtliche Fallstricke und erfordert Verhandlungsgeschick. Ein falsch aufgesetzter Vertrag kann Sie mehr kosten als die gesparte Provision.

  • Hoher Zeitaufwand: Unterschätzen Sie nicht die Zeit für die Beschaffung von Dokumenten, die Erstellung eines Exposés, die Koordination von Besichtigungen und die unzähligen Telefonate. Dies wird schnell zu einem Vollzeitjob.

Doch es gibt einen dritten Weg: Sie können die Vorteile des Privatverkaufs nutzen und sich gezielt dort Expertenhilfe holen, wo sie am wichtigsten ist. Mit einer professionellen Verkaufsbegleitung behalten Sie die Kontrolle und sparen die hohe Provision, sichern sich aber gleichzeitig fundierte Kompetenz für kritische Schritte wie die Preisfindung oder die Verhandlungsführung. So wird Ihr Vorhaben, ein Haus privat zu verkaufen, zu einem sicheren und erfolgreichen Unterfangen.



Phase 1: Strategische Vorbereitung – Das Fundament für den Erfolg

Ein erfolgreicher Hausverkauf beginnt lange vor der ersten Besichtigung. Eine sorgfältige strategische Vorbereitung ist das A und O, besonders wenn Sie Ihr Haus verkaufen privat. Sie schaffen damit nicht nur Vertrauen bei potenziellen Käufern, sondern legen auch den Grundstein für einen reibungslosen Prozess und einen optimalen Verkaufspreis. Betrachten Sie diese Phase als Ihr Fundament für den Erfolg.


Die richtige Preisstrategie finden

Der Preis ist der grösste Hebel. Setzen Sie ihn zu hoch an, bleiben die Interessenten aus. Ein zu tiefer Preis verschenkt Ihr Vermögen. Eine computergestützte hedonische Schätzung liefert eine gute erste Orientierung. Für eine präzise Bewertung, die auch das Potenzial Ihrer Liegenschaft – wie Ausbaureserven oder besondere architektonische Merkmale – berücksichtigt, ist eine Expertenbewertung oft der ehrlichere und genauere Weg. Als Architekt erkenne ich dieses Potenzial und helfe Ihnen, es fair einzupreisen.


Unverzichtbare Verkaufsunterlagen

Eine lückenlose Dokumentation signalisiert Seriosität und Transparenz. Potenzielle Käufer und deren Banken benötigen diese Unterlagen für die Prüfung und Finanzierung. Halten Sie daher frühzeitig alles bereit:

  • Aktueller Grundbuchauszug: Gibt Auskunft über Eigentumsverhältnisse und allfällige Lasten.

  • Gebäudeversicherungsnachweis und amtliche Schätzung: Belegen den Versicherungswert und den Steuerwert der Immobilie.

  • Grundrisspläne und Baubeschrieb: Zeigen die Substanz, die Materialien und die Aufteilung des Hauses.

  • Nachweise über Renovationen: Werten Ihre Immobilie auf und rechtfertigen den Preis (z.B. Rechnungen für eine neue Heizung oder Fenster).

  • Energieausweis (GEAK): Falls vorhanden, ein starkes Verkaufsargument für Energieeffizienz.


Ihre Immobilie ins beste Licht rücken

Der erste Eindruck entscheidet. Bevor Sie Fotos machen, entrümpeln Sie konsequent und führen Sie kleinere Schönheitsreparaturen durch. Oft haben kleine Eingriffe eine grosse Wirkung: Ein frischer Anstrich an einer markanten Wand, die Reparatur eines tropfenden Wasserhahns oder der Austausch defekter Lichtschalter kosten wenig, steigern aber den wahrgenommenen Wert erheblich. Investieren Sie unbedingt in professionelle Fotos – sie sind Ihre wichtigste Visitenkarte online und die Grundlage für eine ansprechende Verkaufsdokumentation (Exposé).



Phase 2: Die Vermarktung – So finden Sie den passenden Käufer

Nachdem die Vorbereitung abgeschlossen ist, beginnt die aktive Suche nach einem Käufer. Eine durchdachte und professionelle Vermarktungsstrategie ist entscheidend für den Erfolg, gerade wenn Sie Ihr Haus verkaufen privat. Es geht darum, die richtigen Interessenten anzusprechen und Ihr Zuhause im besten Licht zu präsentieren, ohne dabei an Ehrlichkeit zu sparen.


Das Exposé als Ihre Visitenkarte

Das Verkaufsexposé ist oft der erste Kontaktpunkt für potenzielle Käufer. Betrachten Sie es als die Visitenkarte Ihrer Immobilie. Es muss sofort überzeugen, alle wichtigen Fragen beantworten und Emotionen wecken. Ein aussagekräftiger Titel, ehrliche und ansprechende Texte sowie hochwertige Bilder sind hier das A und O. Investieren Sie in professionelle Fotos – es lohnt sich. Ein gutes Exposé ist übersichtlich und enthält alle relevanten Informationen auf einen Blick:

  • Eckdaten: Baujahr, Wohn- und Grundstücksfläche, Anzahl Zimmer, Kubatur, letzte Renovationen.

  • Visuelle Darstellung: Helle, professionelle Fotos, idealerweise ergänzt durch einen virtuellen 360°-Rundgang und sauber aufbereitete Grundrisse.

  • Beschreibung: Heben Sie die Vorzüge der Lage und der Immobilie hervor (z. B. "sonniger Garten mit Privatsphäre", "kurzer Weg zu Schulen und Einkaufsmöglichkeiten").

Platzieren Sie Ihr Inserat auf den reichweitenstärksten Schweizer Portalen wie ImmoScout24, Homegate oder newhome.ch, um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen. Seien Sie auf Anfragen vorbereitet und reagieren Sie zeitnah und professionell. Ein kurzer Fragebogen zur Vorqualifizierung (z. B. zur Finanzierungssituation) hilft Ihnen, ernsthafte Interessenten von "Besichtigungstouristen" zu unterscheiden.


Die Kunst der Besichtigung

Die Besichtigung ist der Moment der Wahrheit. Hier entscheidet sich, ob aus einem Interessenten ein Käufer wird. Führen Sie ausschliesslich Einzeltermine durch. Das schafft eine persönliche, ruhige Atmosphäre und gibt Ihnen die Möglichkeit, gezielt auf Fragen einzugehen. Bereiten Sie Ihr Haus sorgfältig vor: Es sollte aufgeräumt, sauber und gut gelüftet sein. Eine neutrale, einladende Umgebung hilft den Besuchern, sich ihr eigenes Leben in den Räumen vorzustellen.

Seien Sie auf kritische Fragen zu Nebenkosten, zum Zustand der Bausubstanz oder zu geplanten Projekten in der Nachbarschaft vorbereitet. Ehrlichkeit ist hier Ihr wertvollstes Gut. Sprechen Sie bekannte Mängel offen an und erklären Sie, wie diese im Verkaufspreis berücksichtigt wurden. Das schafft Vertrauen und unterstreicht Ihre Seriosität. Betonen Sie gleichzeitig das Potenzial, das Ihr Haus für die neuen Eigentümer bereithält.


Infografik


Phase 3: Verhandlung und Abschluss – Sicher zum Notartermin

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen oder mehrere ernsthafte Interessenten! Jetzt beginnt die entscheidende Phase, in der aus Interesse ein verbindlicher Verkauf wird. Souveränität und eine gute Vorbereitung sind nun der Schlüssel, um Ihr Haus privat zu verkaufen und den bestmöglichen Preis zu erzielen. Bleiben Sie ruhig, aber bestimmt und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.


Vom Angebot zum Kaufvertrag

Wenn Angebote eingehen, hören Sie genau zu. Eine Verhandlung bedeutet nicht, stur auf dem ursprünglichen Preis zu beharren. Zeigen Sie sich gesprächsbereit, aber kennen Sie Ihre unterste Schmerzgrenze. Bevor Sie einem Angebot zustimmen, verlangen Sie vom Käufer eine schriftliche Finanzierungsbestätigung seiner Bank. Diese Zusage ist Ihre Sicherheit, dass der Kaufpreis auch wirklich bezahlt werden kann. Sobald Sie sich einig sind, beauftragen Sie gemeinsam einen Notar mit der Erstellung des Kaufvertragsentwurfs. Prüfen Sie dieses wichtige Dokument sorgfältig – im Zweifel auch mit fachlicher Unterstützung.


Der Notartermin und die Übergabe

Der Notartermin ist der formelle Höhepunkt des Hausverkaufs. Der Notar liest den gesamten Kaufvertrag laut vor und klärt offene Fragen. Mit der Unterschrift beider Parteien wird der Vertrag rechtskräftig. Anschliessend veranlasst der Notar die Eigentumsübertragung im Grundbuch. Die eigentliche Schlüsselübergabe findet meist nach der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises statt. Erstellen Sie hierfür ein detailliertes Übergabeprotokoll, in dem Sie alle Zählerstände (Strom, Wasser, Heizung) und den Zustand der Immobilie festhalten.


Steuern und Gebühren nicht vergessen

Wenn Sie Ihr Haus verkaufen, fallen privat wie auch mit Makler verschiedene Kosten an. Planen Sie diese unbedingt in Ihr Budget ein. Die wichtigsten Posten sind:

  • Grundstückgewinnsteuer: Diese Steuer auf den Gewinn aus dem Verkauf zahlen Sie als Verkäufer. Die Höhe hängt von der Haltedauer und dem erzielten Gewinn ab.

  • Notariats- und Grundbuchgebühren: Die Kosten für die Beurkundung und den Grundbucheintrag werden in den meisten Kantonen zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Rechnen Sie mit ca. 0.5% des Kaufpreises.

  • Handänderungssteuer: Diese Steuer wird je nach Kanton vom Käufer, Verkäufer oder beiden Parteien getragen. Informieren Sie sich über die Regelung in Ihrem Kanton.

Diese letzte Phase kann komplex sein. Für eine persönliche und kompetente Begleitung auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss stehe ich Ihnen auf martinbonauer.ch gerne zur Seite.



Die clevere Alternative: Privatverkauf mit stundenweiser Experten-Begleitung

Sie möchten Ihr Haus privat verkaufen, die Fäden in der Hand behalten und die hohe Maklerprovision sparen? Das ist ein ausgezeichneter Plan. Doch was ist mit den kritischen Momenten im Verkaufsprozess – der Preisfindung, den Verhandlungen oder der Prüfung des Kaufvertrags? Hierfür gibt es eine flexible und kosteneffiziente Lösung: Holen Sie sich gezielte Unterstützung genau dann, wenn Sie sie brauchen.

Dieses Modell verbindet das Beste aus beiden Welten. Sie profitieren von der vollen Kostenkontrolle eines Privatverkaufs und gewinnen gleichzeitig die Sicherheit durch professionelles Know-how. Statt einer pauschalen Provision zahlen Sie nur die Beratungszeit, die Sie tatsächlich in Anspruch nehmen. Ehrlich, transparent und immer in Ihrem Interesse.


Wo ein Experte den Unterschied macht

Ein erfahrener Bau- und Immobilienexperte bringt eine objektive Perspektive in den emotionalen Prozess des Hausverkaufs. Er agiert als Ihr persönlicher Berater und sorgt dafür, dass Sie keine kostspieligen Fehler machen. Die entscheidenden Vorteile sind:

  • Objektive Bewertung: Ein Profi bewertet Ihre Immobilie marktgerecht und ohne emotionale Verblendung. Er erkennt dank seiner Baukompetenz nicht nur den aktuellen Wert, sondern auch verstecktes Potenzial wie Ausbaureserven.

  • Verhandlungssicherheit: Ein Sparringpartner an Ihrer Seite stärkt Ihre Position in Preisverhandlungen und hilft Ihnen, souverän auf die Argumente der Käufer zu reagieren.

  • Vertragsprüfung: Die Prüfung von Dokumenten und des finalen Kaufvertrags durch ein geschultes Auge gibt Ihnen die Gewissheit, dass alles seine Richtigkeit hat.

Diese gezielte Unterstützung ist der Schlüssel, um den Prozess, Ihr Haus verkaufen privat zu wollen, erfolgreich und sicher zu gestalten. Lassen Sie sich unverbindlich beraten, bevor Sie starten.


Kostenvergleich: Maklerprovision vs. Beratungshonorar

Der finanzielle Unterschied ist erheblich. Ein klassischer Immobilienmakler verlangt in der Schweiz oft eine Provision zwischen 2 % und 3 % des Verkaufspreises. Bei einem Verkaufspreis von beispielsweise CHF 1.2 Mio. bedeutet das:

2 % Provision von CHF 1'200'000.- = CHF 24'000.-

Stellen Sie dem die Kosten für eine stundenweise Begleitung gegenüber. Oft reichen bereits 5 bis 10 Stunden gezielte Beratung für die wichtigsten Phasen (Bewertung, Strategie, Verhandlung, Vertragscheck) aus. Die Ersparnis ist enorm und gibt Ihnen die Freiheit, das Geld für Ihre Zukunftspläne zu nutzen.

Diese flexible Lösung ist ideal für informierte Verkäufer, die den Prozess selbst steuern, aber bei den entscheidenden Schritten auf Nummer sicher gehen wollen.



Fazit: Ihr erfolgreicher Hausverkauf ist kein Zufall

Ein Haus verkaufen privat in der Schweiz ist eine grosse Aufgabe, aber wie Sie in diesem Leitfaden gesehen haben, ist es mit der richtigen Strategie absolut machbar und finanziell sehr lohnend. Der Erfolg hängt nicht vom Zufall ab, sondern von einer durchdachten Vorbereitung, einer professionellen Objektbewertung und einer überzeugenden Vermarktung. Sie behalten die volle Kontrolle und maximieren Ihren Gewinn.


Doch Sie müssen diesen anspruchsvollen Weg nicht alleine gehen. Anstatt eine hohe Provision an einen klassischen Makler zu zahlen, können Sie sich gezielt dort unterstützen lassen, wo Sie es wirklich brauchen. Als Ihr persönlicher Berater in der Nordwestschweiz stehe ich Ihnen mit meiner Baukompetenz und meinem Marktwissen seit 1994 zur Seite. Meine Begleitung ist ehrlich, unabhängig und garantiert ohne Maklerprovision – Sie zahlen nur für die Leistung, die Sie auch in Anspruch nehmen.


Sind Sie bereit, den nächsten Schritt zu gehen und Ihren Hausverkauf sicher und erfolgreich zu gestalten? Sichern Sie sich die Gewissheit, von Anfang an die richtigen Entscheidungen zu treffen.



Häufig gestellte Fragen zum privaten Hausverkauf

Was sind die grössten Fehler beim privaten Hausverkauf in der Schweiz?

Ein häufiger Fehler, wenn Sie Ihr Haus privat verkaufen, ist ein unrealistischer Verkaufspreis. Ist er zu hoch, schreckt er Interessenten ab; ist er zu tief, verschenken Sie Geld. Auch eine unprofessionelle Präsentation mit schlechten Fotos und mangelnde Vorbereitung der Unterlagen können den Prozess verzögern. Viele Verkäufer unterschätzen zudem den zeitlichen Aufwand für Besichtigungen und Verhandlungen, was zu Stress und Fehlentscheidungen führen kann.


Wie hoch ist die übliche Maklerprovision in der Schweiz und wie kann ich sie umgehen?

In der Schweiz liegt die Maklerprovision üblicherweise zwischen 2 % und 3 % des Verkaufspreises. Bei einem Haus für CHF 1'000'000.- sind das schnell CHF 20'000.- bis CHF 30'000.-. Umgehen können Sie diese Kosten vollständig, indem Sie Ihre Immobilie privat verkaufen. Dies erfordert zwar mehr Eigeninitiative, aber Sie behalten den vollen Erlös für sich. Eine Alternative ist die gezielte Unterstützung durch einen unabhängigen Berater auf Stundenbasis.


Welche Unterlagen sind für den Hausverkauf zwingend erforderlich?

Für einen reibungslosen Verkauf benötigen Sie einige zentrale Dokumente. Dazu gehören ein aktueller Grundbuchauszug, die Grundrisspläne, der Gebäudeversicherungsnachweis und der Katasterplan. Falls vorhanden, sind auch der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) und eine Auflistung der letzten Renovationen sehr hilfreich. Eine vollständige Verkaufsdokumentation schafft bei potenziellen Käufern sofort Vertrauen und beschleunigt den gesamten Prozess erheblich.


Wer bezahlt die Notarkosten und die Grundstückgewinnsteuer beim Hausverkauf?

Die Notarkosten und Grundbuchgebühren werden in den meisten Kantonen hälftig zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Es gibt jedoch kantonale Unterschiede, die Sie vorab klären sollten. Die Grundstückgewinnsteuer hingegen ist immer vom Verkäufer zu bezahlen. Ihre Höhe hängt von der Haltedauer und dem erzielten Gewinn ab. Planen Sie diesen Betrag unbedingt in Ihre Finanzkalkulation mit ein, um böse Überraschungen zu vermeiden.


Wie lange dauert es durchschnittlich, ein Haus privat zu verkaufen?

Die Dauer für einen privaten Hausverkauf ist sehr unterschiedlich. Ein realistischer Zeitrahmen von der Vorbereitung bis zum Notartermin liegt oft zwischen drei und sechs Monaten. Faktoren wie der Standort, der Zustand der Immobilie, ein marktgerechter Preis und die Qualität Ihrer Verkaufsunterlagen spielen eine entscheidende Rolle. In gefragten Lagen kann es schneller gehen, in ländlichen Gebieten kann es auch länger dauern. Geduld und eine gute Vorbereitung sind der Schlüssel.


Muss ich bekannte Mängel an meinem Haus beim Verkauf offenlegen?

Ja, absolut. Als Verkäufer haben Sie eine gesetzliche Aufklärungspflicht. Das bedeutet, Sie müssen den Käufer über alle Ihnen bekannten, wesentlichen Mängel informieren, die nicht offensichtlich sind. Dazu gehören beispielsweise ein undichtes Dach oder Feuchtigkeit im Keller. Verschweigen Sie solche Mängel arglistig, kann der Käufer später den Vertrag anfechten oder eine Preisreduktion fordern. Ehrlichkeit schafft Vertrauen und schützt Sie vor rechtlichen Konsequenzen.

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